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Stress

Es gibt wohl kaum einen erwachsenen Menschen, der von sich aus sagen würde, dass er nie unter Stress leidet. Und selbst Kinder sind häufig stressgeplagt durch Schule, Familie oder Freizeit.

Der Stress, über den ich hier rede, ist der negative Stress, auch Distress genannt. Er entsteht durch Faktoren und Situationen, die ich als unangenehm und negativ empfinde. Bin ich diesem Stress über längere Zeit ausgesetzt und kann ihm nichts entgegensetzen, steigt mein Stresspotential und macht sich nicht nur mit Gereiztheit, Konzentrationsschwäche und Kraftlosigkeit bemerkbar. Nach einiger Zeit manifestiert es sich auch im Körper und macht mir z.B. in Form von Kopfschmerzen, Magenproblemen oder Verspannungen jeder Art zu schaffen.

Wichtig ist, dass ich mich darin übe zu erkennen, was meine persönlichen, individuellen Stressoren sind. Hier ein Beispiel:

Viel Arbeit verursacht nicht gleich Stress sondern erst, wenn ich diese Arbeit nicht gerne tue oder keine Zeit für andere, mir wichtige Dinge habe. Auch Unterforderung und Langeweile bei der Arbeit kann Stress auslösen, während sie für andere vielleicht wunderbar entspannt ist. Vielleicht liebe ich sogar meine Arbeit, aber ein Kollege, mit dem ich zusammenarbeite, stresst mich.

 

Stressauslöser gibt es wie Sand am Meer! Dr. Wayne Topping hat diese wie folgt unterteilt:

  • Emotionale Stressfaktoren: z.B. Ängste und Sorgen, Erwartungsdruck, Traumata, unterdrückte Emotionen, negative Glaubenssätze
  • Körperliche Stressfaktoren: z.B. Überbeanspruchung oder Fehlbelastung des Körpers
  • Verhaltensmäßige Stressfaktoren: z.B. Schlafmangel, Drogenkonsum jeder Art, schlechte Organisation, Perfektionszwang, gestörte Familienverhältnisse
  • Umweltbedingte Stressfaktoren: z. B. Empfindlichkeiten gegenüber bestimmten Farbstoffen, greller Beleuchtung, Lärm, Strahlung und Elektrosmog
  • Biochemische Stressfaktoren: z.B. unzureichende Wasseraufnahme (BLOG zum Thema Wasser), schlechte Ernährung, Pollen- oder Lebensmittelallergien, Umweltgifte, die wir über Wasser, Luft und Nahrung aufnehmen

Diese Auflistung soll dich nicht stressen, sondern sensibel machen dafür, wo überall in deinem Leben Stressauslöser zu finden sind, die sich miteinander zu deinem persönlichen Stresslevel potenzieren. Nur wenn ich meine individuellen Stressoren ausfindig mache, kann ich den nächsten Schritt machen und sie reduzieren. Ich muss also aktiv werden und selber etwas in meinem Leben verändern!

Dies braucht Mut, Kreativität und positives Denken!

Zur Unterstützung nenne ich dir hier eine Übung, die dich in den Frontallappen des Gehirns bringt, dorthin wo du neue Ideen entwickelst und bewusste Entscheidungen triffst:

Setz oder leg dich gemütlich hin, schließ die Augen und leg eine Hand auf die Stirn. Leg die andere Hand auf den Bauch und atme entspannt dorthin. Nun stell dir die Situation so positiv vor, wie du sie in dein Leben bringen möchtet. Wenn du dieses Bild hast, dann bleib so lange darin, bis es ganz stabil ist und sich richtig gut anfühlt. Nimm dir in den nächsten Tagen immer wieder Zeit, in dieses Bild hineinzugehen. Vielleicht wird es immer klarer, oder es entwickelt sich noch weiter.

Hier ist noch mein Tipp, um im Alltagsgetümmel öfter mal kurz zu entspannen oder gar nicht erst in den Stress zu geraten: Gönn dir

zwischendurch eine kleine Pause und unterbrich den Alltag. Entscheidend ist nicht nur, was du dann tust (ausruhen und nichts tun, Tee trinken, Spazieren gehen, eine Yogaübung machen, etwas spielen, einen Krimi lesen…), sondern dass du es bewusst und mit Freude tust! Gestalte dein kleines Pausenprogramm am besten abwechslungsreich und sorg für ausreichende Bewegung, wenn du sonst viel sitzt. Und greif immer wieder zu einem Glas Wasser – dein Körper und das Gehirn danken es dir!

Es gibt noch so viele Übungen und Entspannungstechniken, aber ich möchte dich heute vor allem motivieren, deine individuellen Stressoren ausfindig zu machen und so weit wie möglich aufzulösen. Und wenn du dann sagst: „An meinem Stress kann ich eh nichts ändern, das liegt nicht in meiner Hand“, dann solltest du mal darüber nachdenken, ob du vielleicht gar nichts ändern möchtest. Denn:

Irgendetwas kann ich immer verändern, und sei es auch nur meine Einstellung!

 

Also, bleib entspannt und hab Spaß daran, dein Leben selber in die Hand zu nehmen!

 Deine Christiane Heller